Sonntag, Dezember 16, 2007

Redacted ab Februar auf DVD

DVDactive hat den Veröffentlichungstermin von Brian De Palmas aktuellem Film bekanntgegeben. Am 19. Februar erscheint die RC-1 DVD inklusive einiger Extras:

Higher Definition: Redacted episode
Behind the scenes featurette
Refugee interviews
Photo gallery

Über einen etwaigen deutschen Kinostarttermin gibt es derzeit keine Informationen. Dafür läuft er laut der imdb Anfang nächsten Jahres in Spanien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich an. Vielleicht werde ich dann für ein Wochenende nach London fliegen...

Montag, Dezember 10, 2007

Ten Minutes Older: The Cello


"15 Regisseure, 15 Visionen" heißt es auf dem Cover der Doppel-DVD zur Kurzfilmsammlung Ten Minutes Older. In zwei Blöcke hat man die jeweils exakt 10-minütigen Beiträge solch namhafter Regisseure wie Jean-Luc Godard, Jim Jarmusch oder Bernardo Bertolucci geteilt: The Cello und The Trumpet. Das übergreifende Thema aller Kurzfilme ist die Zeit.

Das Gesamtresultat überzeugt schon wegen seines gewaltigen künstlerischen Spektrums. Welch unterschiedliche Ideen hier trotz der identischen Vorgaben in noch unterschiedlichere filmische Formen gegossen wurden - das muss auch den abgebrühtesten Arthouse-Hasser verblüffen. Das heißt allerdings nicht, dass jeder Kurzfilm tatsächlich überzeugt. Aber selbst die schwächeren oder misslungenen Beiträge grenzen sich rein optisch stets grundlegend von den anderen Filmen ab. Tom Tykwer hat einmal gesagt, er möge Filme, die nach dem Regisseur riechen. In Ten Minutes Older verströmt jeder Filmemacher seine eigene Duftnote.

Zu den einzelnen Filmen:

Histoire d'eaux erzählt in Schwarzweiß von einem Flüchtling, der sich in Italien wiederfindet und von einem Guru zum Wasserholen geschickt wird. Dabei lernt er seine zukünftige Frau kennen. - Bernardo Bertolucci führt Zeit dank einer wunderschönen Pointe ad absurdum, regt zum Nachdenken an und macht einem gleich zum Auftakt dieser Reihe klar: Wenn man ernsthaft anfängt über Zeit nachzudenken, wird es schnell unlogisch.

About Time-2 von Mike Figgis ist ein Splitscreen-Experiment, das grandios scheitert. Selbstverliebt, absichtlich unverständlich und auf angestrengt künstlerisch getrimmt, scheint dies offenbar der Versuch einer Medienkritik zu sein. Da ich mir aber nicht anmaße, Figgis' Fantastereien verstanden zu haben, kann ich mit meiner Interpretation auch daneben liegen.

One Moment von Jirí Menzel ist eine Collage aus der Filmographie des tschechischen Schauspielers Rudolf Hrusínský, der bereits acht Jahre vor dem Ten-Minutes-Older-Projekt verstorben war. - Ein unterm Apfelbaum liegender alter Mann träumt von seiner Jugend, seinen ersten amourösen Abenteuern, seinen Sternstunden im Leben. Sehr stimmungsvoll trägt uns Menzel ohne Worte ein zehnminütiges Filmgedicht vor, das vom Klangteppich einer fantastischen Klavierbegleitung getragen wird.

In Ten Minutes After verwöhnt uns der ungarische Regisseur István Szabó mit einem exzellent choreographierten One-shot. - Anstelle sich über die reichlich gedeckte Tafel zu freuen, die ihm seine Frau auffährt, provoziert der besoffen zu Hause eintrudelnde Gatte einen Streit, der damit endet, dass er versehentlich vom langen Tortenmesser niedergestreckt wird. Eine toll gefilmte Fabel über die Binsenweisheit, dass nur wenige Minuten das Leben eines Menschen komplett auf den Kopf stellen können.

Claire Denis legt mit Vers Nancy die zweite Grotte der Filmreihe vor: Ein Interview in einem fahrenden Zug. Ein älterer Mann gibt rechte Soße in schlau verpackten Sätzen von sich. Dröge, langweilig und ohne funktionierende Pointe.

Volker Schlöndorff kann hingegen mit The Englightenment begeistern! Aus der Perspektive einer Fliege gefilmt, die im Voiceover über die Gedanken des Augustinus von Hippo zur Zeit reflektiert, schwirren wir über das Grillfest einer deutschen Familie an einem sommerlichen See. Neonazis tauchen dort auf, es herrscht Spannung zwischen einer schwangeren Frau und ihrem schwarzen Liebhaber. Vieles wird angeschnitten, nichts wirklich erklärt. Der Zuschauer nimmt wie die Fliege nur Bruchstücke wahr. Ein faszinierender Film, sowohl stilistisch als auch inhaltlich.

In Michael Radfords Addicted to the Stars tritt Daniel Craig eine Zeitreise an, die zehn Minuten dauert. Als er im Jahr 2146 landet, kommt er gerade noch rechtzeitig, um seinen Sohn als alten Mann zu sehen. Stimmungsvoll führt uns Radford die emotionalen Konsequenzen einer Zeitreise vor. Die einzige Möglichkeit, damit umzugehen, so wird suggeriert, ist sich emotional abzustumpfen. Eine packende Dystopie.

Zu guter Letzt präsentiert Jean-Luc Godard eine Collage >letzter Minuten<, die er Dans le noir nennt. In ihrer aufgesetzten Künstlichkeit lassen einen diese mitunter heftigen Bilder kalt. Es wird keine emotionale Bindung zum Zuschauer hergestellt. Geht auch gar nicht, weil die einzelnen Schnipsel nur wenige Sekunden lang sind und fragmentarisch für sich selbst stehen, nur zusammengehalten durch die auf großen Gehalt deutenden Zwischentitel wie "Die letzten Minuten der Liebe" oder "Die letzten Minuten der Stille" - ich hoffe, das waren die letzten missglückten Minuten des Filmemachers Godard!

Samstag, Dezember 08, 2007

Film noirs: Die Top 50

Nach über einem halben Jahr Kurzbesprechungen ist es an der Zeit innezuhalten und zurückzublicken auf das, was bisher behandelt wurde. In Form einer Top 50 Bestenliste gibt es hier nun also meine persönliche Rangliste der vorgestellten Noirs (Einschränkung: drei Filme werden genannt, die ich bislang noch nicht besprochen habe). Die Rubrik wird in den nächsten Monaten fortgeführt. Zwar bezweifle ich, dass jemals die magische Marke "100" geknackt wird - 75 Film noirs sind aber realistisch.

Without further ado: Die 50 besten Film noirs auf der bekannten Hundertpunkteskala:


Double Indemnity
100
Sunset Blvd. 95
Out of the Past 90
The Killing 88
Strangers on a Train 86
Laura 85
Night of the Hunter 85
The Killers (1946) 83
Rififi 82
Touch of Evil (DC) 81
White Heat 81
The Big Sleep 80
Force of Evil 79
Night and the City 78
The Sweet Smell of Success 77
The Strange Love of Martha Ivers 77
The Big Heat 76
Kiss Me Deadly 76
Black Angel 75
Raw Deal 75
Scarlet Street 74
Mildred Pierce 74
The Naked Kiss 73
Pickup on South Street 73
Dark Passage 73
This Gun for Hire 73
Notorious 72
Key Largo 72
The Big Combo 72
The Lady from Shanghai 71
Gun Crazy 70
In a Lonely Place 70
Detour 69
Bunny Lake is Missing 69
The Maltese Falcon 68
Gilda 68
The Postman Always Rings Twice 68
Murder, My Sweet 67
Fallen Angel 67
T-Men 66
Asphalt Jungle 65
High Sierra 65
The Dark Corner 64
The Blue Dahlia 63
Lady in the Lake 63
Ace in the Hole 62
Shadow of a Doubt 60
Trapped 58
He Walked by Night 55
Whistle Stop 45

Donnerstag, Dezember 06, 2007

Hitchcock-Hommage: The Key to Reserva

Martin Scorsese hat einen feinen Werbefilm für die Billigsektmarke Freixenet gedreht. Ironisch und mit Liebe zum Detail verquirlt er in diesem Kurzfilm eine Vielzahl Hitchcockscher Zutaten: Vom MacGuffin über die kühle Blonde bis hin zur Vogelplage - der Film wimmelt von (zugegeben: platten) Anspielungen auf Hitchcocks Werk. Eingebettet ist der Kurzfilm in ein Pseudo-Making-Of. Warum sieht Werbung nicht häufiger so aus?

Samstag, Dezember 01, 2007

Film noirs in Kürze: Garnett & Preminger

The Postman Always Rings Twice basiert auf einem Roman von James M. Cain und handelt ähnlich wie in Double Indemnity von einem Mordkomplott zweier frisch Verliebter, die sich dem Ehemann der Frau entledigen wollen. Doch natürlich läuft dabei nichts nach Plan. - Lana Turner gibt die bildschöne Femme fatale. Im Mittelteil kämpft The Postman Always Rings Twice mit einigen Längen. Dennoch handelt es sich hierbei zweifelsohne um das Highlight in der Karriere von Regisseur Tay Garnett. Er versteht es mehrfach, auch dank eines exzellenten Schnitts, Szenen von unglaublicher Spannung zu erzeugen. Die unterschwellige erotische Abhängigkeit des Liebhabers von der Femme fatale fängt Garnett mit suggestiven Kamerabewegungen und einer leicht zu entschlüsselnden Symbolik ein. Das 1981er-Remake mit Jack Nicholson und Jessica Lange ist genau deshalb nicht so gut wie das Original von 1946, denn gerade in der kunstvollen Verwendung von Andeutungen verbirgt sich die Qualität dieses Films und des Film noir allgemein.
68 Punkte.


Bunny Lake is Missing ist kein Film noir, vielleicht nicht einmal ein Neo Noir. Und dennoch führe ich ihn in dieser Liste, weil er eindeutig durch den Noir-Stil beeinflusst worden ist. Gerade die strenge Schwarzweißfotografie, die Preminger hier streckenweise mit einem gotischen Flair verknüpft, lässt diesen kafkaesken Albtraum einer Mutter, die nach ihrer verschwundenen Tochter sucht, zu einem düsteren Nachzügler der Schwarzen Serie werden. Laurence Olivier ist als Inspektor Newhouse vielleicht nicht in seiner stärksten Performance zu bewundern, trotzdem verleiht er dieser Geschichte, die vor zwei Jahren in Flightplan mainstreamtauglich variiert worden ist, die nötige Glaubwürdigkeit, die dem Jodie-Foster-Film fehlt. Die großartige Ausstattung und vor allem Martita Hunt als verschrobene alte Kinderpsychologin machen Bunny Lake is Missing neben der routinierten Inszenierung Otto Premingers zu einem kleinen Leckerbissen, der sich nahtlos in die Filme seiner Zeit einreiht, auch wenn er bei weitem nicht so radikal die Tabugrenzen attackiert, wie es Peeping Tom oder Psycho taten. Warten wir das Remake unter der Regie von Joe Carnahan ab, das uns 2009 in den Kinos beglücken wird.
69 Punkte.

Freitag, November 23, 2007

Ein fliehendes Pferd (1985)

Im September gelangte die zweite Verfilmung einer mittlerweile schon klassischen Abiturlektüre in deutsche Kinos: Ein fliehendes Pferd. Im Folgenden soll es jedoch nicht um diese aktuelle Adaption gehen, sondern um die 80 Minuten kurze TV-Version von Regisseur Peter Beauvais. Beauvais verfilmte Martin Walsers Novelle bereits Mitte der 80er Jahre. Walser betonte in diversen Interviews, wie sehr ihm die neue Umsetzung gefalle und für wie misslungen er Beauvais' Adaption halte. Ob Walser in Bezug auf die 2007er-Version Recht hat, kann ich (noch) nicht beurteilen. Dass die Erstfassung jedoch nichts taugt, stimmt vollkommen!

Warum? Man hat in jeder Minute das Gefühl, es handele sich um eine fürs Schulfernsehen zügig zusammengezimmerte Inszenierung, die nur darauf wert legt, die Handlung einigermaßen werktreu abzufilmen. Eine eigene Interpretation des Stoffs, eine echte filmische Auseinandersetzung mit der Vorlage findet nicht statt. Beauvais versucht erst gar nicht, Bilder zu finden, die das Innere von Helmut Halm (Vadim Glowna) im Medium Film veranschaulichen.

Helmut und Sabine Halm.

Der introvertierte Oberstudienrat Halm, der mit seiner Gattin Sabine (Rosel Zech) im Urlaub am Bodensee seinen ehemaligen Schulfreund und Kommilitonen Klaus Buch (Joachim Dietmar Mues) mit seiner deutlich jüngeren, attraktiven Frau Helene (Marita Marschall) trifft und durch diese Begegnung gezwungen wird, sich mit seinen Lebensängsten auseinanderzusetzen, wird von Glowna mit zu dick aufgetragener Mimik gespielt. Das widerspricht der Novellenfigur, die stets versucht, ihr wahres Gesicht zu verschleiern. Halm darf dann auch brav seine Gedanken in einem langen Selbstgespräch verbalisieren - ein solches Fernsehtheater macht's dem Regisseur schließlich schön einfach, denn so braucht er erst gar nicht über solch anstrengende Dinge wie Verbildlichungen nachzudenken.

Mögen das "Federn" im Bett: Klaus und Helene Buch.

Halm, aus dessen Perspektive sich die Novelle entfaltet, ist also nur ein blasses Abziehbild der literarischen Figur. Anders verhält es sich hingegen mit Klaus Buch: Der agile aber unter gehörigen Selbstzweifeln leidende Journalist wird von Joachim Dietmar Mues treffend verkörpert (zugegebenermaßen ist dies jedoch auch die für einen Schauspieler einfachere, weil zugänglichere Figur). Ebenso Marita Marschall als Klaus Buchs "Trophäen-Frau" Helene kann überzeugen. Rosel Zech als Sabine sagt hingegen ihre Sätze des Öfteren auf, als stünde sie auf den morschen Bühnenbrettern eines zweitklassigen Theaters. Doch das scheint auf Beauvais' Regieanweisungen zurückzuführen zu sein. Und so wundert es auch nicht, dass der dramatische Höhepunkt, eine Segelpartie von Helmut und Klaus, dermaßen stümperhaft inszeniert ist, dass man den Grund für Klaus' Sturz über Bord kaum mitbekommt. Und damit diese ideenlose Umarbeitung einer großartigen Vorlage auch problemlos in eine Doppelstunde Deutsch passt, kürzt man Helenes Rede am Ende dermaßen zusammen, dass man ihren Ausführungen kaum noch folgen kann und sie deshalb fälschlicherweise für ein geistig verwirrtes Dummerchen halten muss.

Kurzum handelt es sich bei dieser Version von Ein fliehendes Pferd um ein zum großen Teil zwar werktreues aber insgesamt ohne jegliche Kreativität abgefilmtes Schlamassel: Die in der Novelle vielschichtig angelegte Hauptfigur wirkt hölzern, die Kamera ist starr und einfallslos, die Kostüme führen einem die geschmacklichen Verirrungen der 80er Jahre vor Augen und die musikalische Begleitung beschränkt sich auf Klaviergeklimper, wie man es aus Hörspielen der 70er Jahre kennt. Die Neuverfilmung kann eigentlich nur besser sein!

Donnerstag, November 15, 2007

OT: O2 can't do

Alle schimpfen gerne über die Telekom. Ich schimpfe seit Anfang des Monats über O2. Am 1.11. sollte nämlich meine neue O2-DSL-Leitung stehen, doppelt geflattet für Internet und Festnetz. Derzeit sieht es danach aus, als würde mein Anschluss am 28.11. endlich freigeschaltet. Angemeldet habe ich mich bereits am 12.10. Sollte es mit dem 28.11. tatsächlich klappen, hätte das Telekommunikationsunternehmen meiner Wahl schlappe anderthalb Monate benötigt, um mich an die virtuelle Welt anzuschließen. Das erinnert an Wartezeiten, wie sie in der DDR üblich waren. Die strahlend blaue Wasserblasenwelt, die O2 in der Hochglanzwerbung so gerne zur Schau stellt, hat also nichts mit der schnöden Realität zu tun. Doch der Reihe nach...

Man beachte das Sternchen hinterm Slogan!

Es begann damit, dass O2 meinen Auftrag vom 8. Oktober gleich wieder löschte, weil der Versand des zu liefernden DSL-Routers an eine Drittadresse (meine alte Wohnung war aufgelöst, die neue noch nicht bezogen, also sollte das Teil zu meinen Eltern geliefert werden) nicht möglich sei, da das nicht mit dem Postident-Verfahren harmonieren würde. Konsequenz: Ich durfte das langwierige Anmeldeprozedere auf der O2-Homepage vier Tage nach meiner Erstanmeldung ein weiteres Mal durchlaufen. Ironie: Als der Router schließlich an meine neue Adresse geliefert wurde, geschah dies ohne Postident.

Der vierseitige Ausdruck meiner Kundendaten lag dann auch dem Päckchen mit dem Router bei. Doch siehe da: Der Wunschtermin für die Freischaltung hatte sich geändert: Nun wünschte ich angeblich die Freischaltung am 11.11. Doch am 11.11. blieb mein Telefon stumm. Nichts mit Freischaltung.

Am Vormittag des 12.11. versuchte die Telekom mich unangemeldet zu besuchen, um an meiner TAE-Dose rumzufummeln. Ich war natürlich aushäusig. Konsequenz: Das Telefon blieb auch am 12.11. stumm. Ich solle einen neuen Termin mit meinem Telekommunikationsanbieter ausmachen, verriet mir ein Kärtchen, das ich im Briefkasten fand.

"Warten Sie zwei Tage, bevor Sie einen neuen Termin vereinbaren. Manchmal merken die Telekommitarbeiter doch noch, dass sie gar nicht an die TAE-Dose ranmüssen." So klärte mich ein freundlicher O2-Callcenter-Mensch auf. Zwei Tage später war die Leitung selbstverständlich nicht freigeschaltet. Frühestmöglicher Termin für eine erneuten Besuch der Telekommafia: In zwölf Tagen zwischen 8 und 14 Uhr. Die Zeit kann nicht genauer bestimmt werden. Das nenne ich Service!

Weniger tragisch aber ein weiteres Steinchen in diesem Mosaik der Unzulänglichkeiten: Der Willkommensbrief mit meinen neuen Rufnummern und meinem Passwort für den Router kam nie bei mir an und musste ein weiteres Mal verschickt werden. Immerhin kenne ich nun schon meine zukünftigen Telefonnummern.

Doch der Hammer kommt zum Schluss: Ich bin bereits O2-Kunde, besitze einen Loop-Vertrag, darf damit aber nicht die für andere O2-Kunden kostenlose Servicehotline von O2 anrufen, sondern muss die teure 0180-Nummer wählen. Die diversen Telefonate mit O2 haben mich in der Zwischenzeit ca. 15 Euro gekostet. Das heißt im Klartext: Ich darf für die Inkompetenz von O2 und Telekom auch noch kräftig zahlen. 15 Euro dafür, dass das, was eigentlich seit dem 1.11. funktionieren sollte, nicht funktioniert.

Ratschlag an alle, die das lesen: Nicht zu O2 wechseln!

Ich stoße nun täglich Stoßgebete gen Himmel, Ende des Monats möge mein Anschluss tatsächlich stehen. Doch es gilt ja noch die Hürden der O2-Software und der Programmierung des Routers zu nehmen. Bis dahin wird dieser Blog vermutlich still bleiben.

O2 bittet übrigens um Feedback von Neukunden. Ein Evaluationszettel lag dem Willkommensbrief bei - zu faxen an eine 0180-Nummer...

Mittwoch, Oktober 17, 2007

127 Posts später: Einjähriges Bestehen

Wie schnell doch die Zeit vergeht! Heute vor einem Jahr gründete ich diesen Blog. Voller Enthusiasmus wollte ich einen DVD-Vergleich à la DVD Beaver zwischen der deutschen Der Tod kommt zweimal und der damals frisch erschienenen amerikanischen Body Double DVD veröffentlichen. Stundenlang quälte ich mich damit ab, eine Vergleichstabelle zu erstellen. Vergeblich. Zum Jubiläum habe ich diesen ursprünglich technisch recht komplizierten Post noch einmal überarbeitet und vereinfacht: Die Vergleichsbilder sind jetzt nur noch extern abrufbar, weil sie im Blog in der Originalgröße nur verfälscht darstellbar waren.

Leider gibt es auch eine schlechte Nachricht: Durch meinen bevorstehenden Umzug von Berlin nach Niedersachsen habe ich momentan eine Menge um die Ohren. Darunter hat der gute Blog erheblich gelitten, wie die Anzahl der Posts des Monats Oktober verdeutlicht. Da ich im November mein Referendariat antrete, wird es in Zukunft vermutlich seltener zu neuen Posts kommen. Vielleicht werde ich hin und wieder Kurzkritiken im Stile von Rajkos "Kurzschluss"- oder Clerics "Kurz mal abgehakt"-Rubrik veröffentlichen.

Als ich vor einem Jahr anfing, schoss mir die Frage durch den Kopf: Wie lange wirst du diesen Blog wohl betreiben? Heute hoffe ich, dass ich mindestens ein weiteres Jahr die Zeit finden werde, mir hier Abwechslung und geistige Erholung zu verschaffen...

Dienstag, Oktober 16, 2007

Dawkins' Gotteswahn

Nun berichtete auch Kulturzeit über Richard Dawkins' Der Gotteswahn. Der Bestseller hat sich in den vergangenen Wochen in die Top Ten der amazon-Verkaufscharts gearbeitet. Ich hoffe, dass ich demnächst die Zeit finde, das Buch zu lesen...