Freitag, März 02, 2012

Recently Watched Movies #27


Sherlock - A Scandal in Belgravia 61

Sherlock - The Hounds of Baskerville 66

Sherlock - The Reichenbach Fall 67

Margin Call 65

The Tudors Season 1 64

The Tudors Season 2 58

The Tudors Season 3 58

North by Northwest 69

Midnight in Paris 60

Leave Her to Heaven 55

Crime d'amour 63

Nader und Simin - Eine Trennung 65

The Ward 48

Tinker Tailor Soldier Spy 82

Kommentare:

Flo Lieb hat gesagt…

Margin Call, North by Northwest, Nader und Simin würde ich in etwas genauso bewerten, Sherlock und Tudors kenn ich nicht, den Allen fand ich dann doch eine Spur besser, auch wenn ich nicht die Meinung teile, dass es sein Bester seit langem ist.

Jochen hat gesagt…

Margin Call, Nader und Simin und der neue Allen haben mich leider allesamt enttäuscht, da ich zuvor über alle drei nur Gutes gehört hatte.

Midnight in Paris hat eine tolle Grundidee, aus der aber zu wenig gemacht wird. Es bleibt bei einer Besichtigungstour der Vergangenheit, an deren Ende die magere Erkenntnis steht, dass Nostalgie zu allen Zeiten existierte. Zwar bereitet es natürlich Freude, all die großen Künstler zu treffen, aber daraus macht der Film zu wenig.

Nach dem Posting ist mir noch ein Film eingefallen, den ich vergessen habe aufzulisten: Tinker Tailor Soldier Spy: Das mit Abstand anstregendste aber auch lohnenswerteste Filmvergnügen des letzten Monats. Zweitsichtung muss demnächst unbedingt noch erfolgen.

Paul hat gesagt…

Beim Allen bin ich ziemlich bei dir..ich hab ihn ja sogar noch einen Tick schwächer bewertet.

Margin Call fand ich ja spannend ;) man kann ihn aber sicher auch etwas weniger aufregend finden.

Bei Nader und Simin kann ich es aber echt nicht nachvollziehen. Ein sehr intelligenter, vielschichtiger und vor allem echt fesselnder Film über falschen Stolz, Sturheit, auch wie religiöse Werte Lösungen verbauen, usw..der ist schon sehr toll, würde mich interessieren, warum dir der weniger zusagte? Ich fand ihn auch sehr flott inszeniert...

Jochen hat gesagt…

Nader und Simin ist sicherlich sehenswert. Aber mich hat das Schicksal der Figuren zu keinem Zeitpunkt gepackt, weil sie mir durch die Bank wenig sympathisch waren. Das liegt natürlich vor allem auch an der von dir erwähnten Sturheit, die ja bei einigen Figuren im Glauben fußt. Inszenatorisch erinnert mich der dokumentationsähnliche Stil an Loach - nur sind seine Filme (für mich) irgendwie griffiger. Insofern find ich Nader und Simin rein formal nun auch nicht gerade weltbewegend oder etwa neu.

Paul hat gesagt…

Och, bitte nicht das Sympathie-Argument. :) Außerdem gibts ja noch die Tochter..und den Opa. ;)

Formal ist an dem Film sicher nichts Besonderes (wobei er meiner Meinung nach großartig geschnitten ist), aber vor allem inhaltlich ist das schon großes Kino. Weil sehr viel drin steckt und er aber dennoch sehr publikumsfreundlich und flott inszeniert ist, finde ich. Aber gut, wenn er dich nicht gepackt hat, nützt es auch nix. Für mich war es einer der wenigen Filme im letzten Jahr, nach dem ich wirklich Lust am und vor allem einiges an Material zum Reflektieren und Diskutieren hatte..

...als Lehrer würde ich den sogar mal meinen Schülern zeigen. ;)

Jochen hat gesagt…

Sympathie spielt eine große Rolle. Selbst Brecht nutzte Sympathie in seinen Stücken, obwohl das ja im Grunde seiner Theorie des epischen Theaters widersprach. Nun will ich nicht behaupten, dass der Film diesbezüglich keine Angebote machen würde. Das tut er gewiss. Nur kann ich mich nicht darauf einlassen. Die Tochter ist ein Opfer ihrer Eltern, mit der man bestenfalls Mitleid haben kann (pervers wie der Vater z. T. seine Verantwortung an die Tochter abgibt). Der Opa zählt nicht.
Ein großes Problem war für mich gleich die erste Szene: Ein bitter streitendes Ehepaar vor einem Richter. Schönen Dank auch - beide Beteiligten waren fortan für mich sture Arschlöcher :)

Paul hat gesagt…

Ok, wenn ich das so lese, ist es ja eh schon eine Adelung, dass du im Endeffekt noch 65 Punkte vergibst. :)